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Hochwasser-Richtlinie

Karte der Hochwasserrisikogebiete

Die Karte zeigt die Gebiete mit potenziellem signifikantem Hochwasserrisiko, in denen wichtige menschliche Nutzungen, infrastrukturelle Einrichtungen, Kulturgüter von überregionaler Bedeutung oder sensible Schutzgebiete eine erhebliche Gefährdung durch Hochwässer aufweisen. Die Ausweisung erfolgte durch die Bundesländer auf Grundlage der „vorläufigen Bewertung des Hochwasserrisikos“ im Dezember 2011. In Fachkreisen wird für diese Gebiete auch die international verwendete englische Abkürzung APSFR verwendet: Areas of Potential Significant Flood Risk.

Alle Karten sind auf WISA, dem Wasserinformationssystem AUSTRIA, ersichtlich.

Insgesamt liegt der Anteil der signifikanten Risikogebiete in Österreich bei 7,1 % der Gesamtlänge aller untersuchten Gewässer. Die überwiegende Mehrzahl der Gebiete (88 %) ist durch bestehende bauliche Hochwasserschutzmaßnahmen zumindest gegen häufige Hochwässer (kleiner oder gleich HQ30) geschützt. In manchen dieser Gebiete sind die Schutzanlagen noch nicht an allen Gewässerstrecken vorhanden. Der überwiegende Anteil an den signifikanten Hochwasserrisikogebieten (72 %) befindet sich im Kompetenzbereich der Bundeswasserbauverwaltung. An den Wasserstraßen Donau, March und Thaya, für die das BMVIT für den Hochwasserschutz zuständig ist, liegen etwa 6 % der Risikogebiete und ca. 22 % liegen in Wildbacheinzugsgebieten und somit im Zuständigkeitsbereich der Wildbach- und Lawinenverbauung.

Gemäß den Vorgaben der EU-Hochwasserrichtlinie werden für alle Risikogebiete bis Ende 2013 Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten und bis Ende 2015 Hochwasserrisikomanagementpläne zu erstellen sein. Eine tabellarische Auflistung aller österreichischen Gebiete mit potenziell signifikantem Hochwasserrisiko ist dem Anhang der Broschüre „Vorläufige Bewertung des Hochwasserrisikos 2011 zu entnehmen.