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DI(FH) Thomas Sonnleitner | 30. Jun 2009 | 18:58
Zum Thema Hochwasserschutz: Seit den großen Jahrhunderthochwässern in den ersten 2000ter Jahren werden in ganz Österreich verstärkt Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt. Die Fehler der Vergangenheit bestehen nun einmal (Bauen in Überflutungsgebieten = ehemalige Auengebiete und -wiesen) und die Frage stellt(e) sich mit welchen Maßnahmen man dem Hochwasser Herr werden solle. Entweder wir bauen technische Schutzbauwerke wie Dämme und Hochwasserrückhaltebecken oder wir wenden natürlichen Hochwasserschutz an. Wenn ich verschiedene umgesetzte Maßnahmen der letzten Jahre (z.B. die Grazer Bäche) ansehe, dann werden leider viel zu oft Hochwsserrückhaltebecken gebaut, bevor Uferrandstreifen und -flächen zur gezielten Ausuferung geschaffen werden. Es gibt positive Ausnahmen, aber insgesamt wird nach meiner Beobachtung viel zu wenig in Richtung Flächenbereitstellung getan. Jeder Fluß/Bach sollte durchgehend beidseits, wenigstens die doppelte Breite der Fluß-/Bachbreite in jedem Fall aber nicht weniger als 5m beidseits für kleinste Bäche, an Uferrandstrefen bzw. Fluß-/Bachbettaufweitungen bereitgestellt werden, um erstens dem Hochwasserschutz genüge zu tun und um zweitens ein Minimum an Lebensraum "Flußökosystem" für Flora und Fauna zur Verfügung zu stellen. Das ist nur als Grobvorschlag zu sehen in welche Richtung es gehen muß, im Detail kann das individuelle Breitenfestlegungen bedürfen um im Hochwasserfall das Wasser abführen zu können. Aber das Prinzip stellt es dar. Auf jeden Fall muß sich die Grundeinstellung ändern, es darf nicht nur um Hochwasserschutz gehen sondern immer auch um die Neuschaffung von Auenbereichen/Uferrandstreifen mit ensprechender Vegetation (wenn geht ohne Neophyten !).