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Hoher Besuch bei den kleinen Sterlets der Donauinsel

Auf der Wiener Donauinsel befindet sich die Sterletaufzuchtstation des EU LIFE Sterlet Projektes. Das Ziel ist es, den Wildbestand des Sterlets zu stärken und wieder gesunde, selbsterhaltende Populationen in verschiedenen Donauabschnitten zu etablieren. Im Oktober bekamen die kleinen Sterlets Besuch von Dr. Franz Fischler, ehemaliger Landwirtschaftsminister und EU-Kommissar, Dr. Wolfgang Stalzer, ehemaliger Sektionschef für Wasserwirtschaft im BMNT, und DI Karl Schwaiger von der Stabstelle S I im BMNT.

Die Sterletaufzuchtstation

Der Sterlet ist in Österreich vom Aussterben bedrohtIn der Sterletauszuchtstation werden seit 2016 Jungfische aufgezogen und danach in den Projektgebieten Wachau, March und den Donaugebieten rund um Wien ausgewildert. Derzeit gibt es rund 1000 geschlechtsreife Sterlets. Bis Anfang August 2018 wurden bereits 47.000 Jungfische in die Freiheit entlassen. Zusätzlich werden sensible Habitate in diesen Gebieten identifiziert und Empfehlungen zu deren Schutz entwickelt. Es wird auch ein Managementplan für den Sterlet in der Oberen Donau erstellt.

Die Sterletaufzuchtstation ist Teil des EU LIFE Sterlet Projektes. Andere Maßnahmen sind beispielsweise eine Gendatenbank von Wild- und Zuchtpopulationen oder das Monitoring der wichtigsten Lebenshabitate. Dazu wird ein Teil der Fische mit Sendern versehen und damit die Wanderbewegungen und Habitatnutzung über mehrere Jahre dokumentiert.

Der Sterlet

Der Sterlet ist der kleinste der sechs Donau-Störe und wird nur rund ein Meter lang. Er ist die einzige Störart, die in der Oberen Donau noch vereinzelt zu finden ist. Die großen Störarten der Donau sind durch Überfischung und Unterbrechung der Wanderrouten in der Oberen und Mittleren Donau bereits im letzten Jahrhundert ausgestorben. Aufgrund seiner kleinen Größe wurde der Sterlet nie so überfischt wie seine größeren Verwandten. Wegen der geringen Populationsgröße und des stark eingeschränkten Lebensraumes stellen selbst kleinere negative Auswirkungen eine massive Bedrohung des Sterlets dar. Als reine Süßwasserart bewohnte er früher die Donau und ihre Nebenflüsse wie Inn, March, Drau, Mur, Save, Theiß und andere große Donauzubringer. Daneben kommt er auch in anderen Zuflüssen des Kaspischen-, Schwarzen und Weißen Meeres vor.

Nähere Infos zum Projekt: http://life-sterlet.boku.ac.at/index.php/home.html