Foto mit Wörthersee von oben und den Logos des Seendialog, BMLUK und Land Kärnten
Foto (c) jpkrone

Der wunderschöne Wörthersee ist einer der bekanntesten Seen in Österreich. Er ist Erholungsgebiet, bedeutender Tourismus- und Wirtschaftsstandort, Spielstätte für Freizeitaktivitäten und diverse Sportarten, aber gleichzeitig auch ein enorm wichtiger Lebens- und Naturraum für Flora und Fauna. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass hier vielfältige Nutzungs- und Schutzinteressen aufeinandertreffen.

Mit dem „Seendialog Wörthersee“ sollen ökologische Überlegungen und Nutzungsinteressen auf einen Nenner gebracht werden, um daraus nachhaltige und tragfähige Maßnahmenkonzepte zu entwickeln. Dies geschieht im Rahmen eines breit angelegten Beteiligungsprozesses. Alle Interessensgruppen rund um den Wörthersee haben die Möglichkeit, sich in die Gestaltung neuer Lösungen einzubringen.

Wieso benötigt es jetzt neue nachhaltige Maßnahmen?

In den vergangenen Jahren ist der Nutzungsdruck auf den Wörthersee kontinuierlich gestiegen. Verbauungen an den Ufern sowie der rege Bootsverkehr und Wassersport können das empfindliche Ökosystem von Gewässern stark belasten. Gleichzeitig wird die Widerstandsfähigkeit des Sees durch die steigenden Wassertemperaturen infolge des Klimawandels immer mehr auf die Probe gestellt.

Als Folge wird der ökologische Zustand aktuell, gemäß den Kriterien der EU-Wasserrahmenrichtlinie, als mäßig eingestuft. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, bestehende Entwicklungen genauer zu analysieren und mögliche Verbesserungsoptionen zu prüfen. Ziel ist es, tragbare Lösungsansätze zu schaffen, die sicherstellen, dass der See auch noch für künftige Generationen Naturidyll und Erholungsraum bleibt.

Das BMLUK und das Land Kärnten haben in Bezug auf den Wörthersee den Handlungsbedarf klar identifiziert und in Folge den Seendialog ins Leben gerufen.

Wie kann man sich den Beteiligunsprozess vorstellen?

Im Rahmen des Projektes „Seendialog Wörthersee“ haben alle Akteure und Akteurinnen rund um den See die Möglichkeit, ihre Perspektiven, Ideen und Erfahrungen einzubringen. Der Beteiligungsprozess nimmt seinen Anlauf, indem ab Februar 2026 Vorgespräche mit wichtigen Stakeholdern geführt werden. In einem zweiten Schritt haben alle Interessensgruppen die Möglichkeit, an einer Workshopreihe teilzunehmen, in welcher der aktuelle Status am See und mögliche künftige Maßnahmen diskutiert werden. In der letzten Phase kommt die Öffentlichkeit zu Wort. In einer groß angelegten Online-Befragung über die Sommermonate sind die Bevölkerung, Gäste, Naherholungssuchende und sonstige Interessierte dazu aufgerufen, ihre Sichtweisen einbringen.

Wo erfährt man, was sich im Seendialog Wörthersee aktuell tut?

Den Beteiligungsprozess kann man auf Social Media hautnah mitverfolgen. Auf instagram (@seendialog_woerthersee) und Facebook (@seendialogwoerthersee) berichten wir nicht nur über die aktuellen Aktivitäten. Hier findet man über den Projektzeitraum auch viel an Hintergrundinformation.

Skizze der Seendialog Projektphasen
Skizze der Seendialog Projektphasen (c) Seendialog Wörthersee
Skip to content