Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, doch um das richtige Trinken ranken sich viele Legenden. Wir haben fünf bekannte Mythen unter die Lupe genommen.

Muss man täglich 3 Liter Wasser trinken?

Das ist meistens zu viel des Guten. Ein gesunder Erwachsener braucht in der Regel 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag. Den Rest nehmen wir ganz automatisch über die Nahrung auf, vor allem durch Obst und Gemüse. Nur wer Sport treibt oder stark schwitzt, sollte die Menge erhöhen.

Entzieht Kaffee dem Körper Wasser?

Das Glas Wasser zum Espresso ist eine nette Geste, aber kein Muss. Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser, er liefert es sogar. Wer gerne Kaffee oder schwarzen Tee trinkt, darf diese Mengen ruhig zur täglichen Trinkmenge dazuzählen. Als Durstlöscher bleibt Wasser aber trotzdem die erste Wahl.

Hilft Salzwasser bei Vergiftungen?

Auf keinen Fall! Das ist ein gefährlicher Irrtum. Salzwasser zu trinken, um Erbrechen auszulösen, kann besonders für Kinder lebensbedrohlich sein. Zudem reizen viele Gifte die Speiseröhre beim Erbrechen ein zweites Mal. Die bessere erste Hilfe: Ein bis zwei Gläser stilles Wasser oder Tee trinken, um das Gift im Magen zu verdünnen, und sofort den Notruf wählen.

Kühlt eiskaltes Wasser bei Hitze besser?

Im Gegenteil. Wenn wir eiskalte Getränke schlucken, muss der Körper viel Energie aufwenden, um sie auf Körpertemperatur aufzuheizen. Das bringt uns erst recht zum Schwitzen. Wer sich abkühlen will, trinkt am besten Getränke, die in etwa Zimmertemperatur haben.

Erst trinken, wenn man Durst bekommt?

Lieber nicht. Durst ist bereits ein Warnsignal des Körpers, dass ihm Wasser fehlt. Wer erst dann zum Glas greift, ist oft schon weniger konzentriert oder fühlt sich schlapp. Besser ist es, über den ganzen Tag verteilt immer wieder ein paar Schlucke zu nehmen – auch ohne Durstgefühl.

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