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Die Wasserbilanz kommt unter Stress – das hydrologische Jahr 2018

Das Jahr 2018 war hydrologisch gesehen ein sehr abwechslungsreiches Jahr für Österreich mit Trockenheit, Überschwemmungen, heftigen Stürme, Starkregen und überdurchschnittlicher Hitze. Reduzierte Energieerzeugung, Hochwasser und Beeinträchtigung der Schifffahrten waren nur einige Folgen.

Geringer Niederschlag und überdurchschnittliche Hitze

Die Jahresniederschlagssumme in Österreich lag im letzten Jahr um mehr als 10 Prozent unter dem Vergleichswert der letzten Jahre. Ob und wie viel es im letzten Jahr regnete, hing stark von der Region und der Jahreszeit ab. Neben Hochdruckgebieten über Nordosteuropa, die bis zum Herbst zu verminderten Niederschlagsperioden an der Nordseite des Alpenhauptkammes führten, kam zusätzlich dazu, dass es ab April in Österreich überdurchschnittlich warm war.

In den Monaten April, Juli und November waren die Niederschläge in Österreich am geringsten. Sehr selten regnete es im November in Vorarlberg, Tirol und in Teilen Salzburgs. Erst im letzten Dezemberdrittel kam es zu einer Verbesserung des Niederschlags in Bezug auf die Jahresbilanz im Westen und nördlich des Alpenkammes. Im Dezember regnete es dann in ganz Österreich über ein Drittel mehr als im vieljährlichen Mittelwert. 

Im Vergleich auf die Periode 1981-2010 kam es 2018 von Jänner bis Dezember in Österreich jedoch zu einem Defizit von Minus 10 Prozent der Niederschlagssumme.

Trockenheit, Hochwasser und Unwetter?

Die Niederschlagssumme der einzelnen Monate im Jahr 2018 ähnelt der Verteilung in den Trockenjahren 2003 und 2015. Das weist darauf hin, dass Trockenjahre in Zukunft in immer kürzeren Abständen vorkommen können. Viele Seen und Flüsse in Österreich mussten mit stark reduzierten Wasserpegelständen kämpfen. Es kam zu Beeinträchtigungen der Schifffahrten, aber auch zu einer reduzierten Energieerzeugung.

Obwohl das Jahr 2018 von der Trockenheit begleitet wurde, gab es auch heftige Unwetter und starkes Hochwasser in manchen Gebieten Österreichs, wie im Süden der Steiermark und des Burgenlandes. Über mehrere Stunden gab es so starken Niederschlag, dass es sogar in einigen Regionen in kurzer Zeit das Niveau von Monatsmengen erreichte. Im Oktober und Dezember führten die Gewässer an einigen Tagen Hochwasser.

Klimawandel-Auswirkungen

Die Wasserbilanz kommt eindeutig unter Stress. In ganz Österreich soll es zu mehr Trockenjahren kommen, da Lufttemperaturen weiter ansteigen und sich die Vegetationsperiode verlängert. Zudem sollen zukünftig häufiger Gewitter entstehen, die zu Überflutungen führen. Herbsthochwasser, wie sie im Süden Österreichs zu beobachten waren, werden auch in Zukunft öfter vorkommen. Die Dezember Schneeschmelzperiode im ersten Wintermonat beendet jedoch ein weiteres Absinken der Grundwasserbestände, trotz der zunehmenden Trockenheit in Österreich.

Vollständiger Beitrag unter:

https://www.bmnt.gv.at/wasser/wasser-oesterreich/wasserkreislauf/Hydrobilanz2018.html