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Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst du geschneit? - Eine Statistik zu weißen Weihnachten

Alle Jahre wieder steht die Frage im Raum: Wird es dieses Jahr weiße Weihnachten geben? Leider ist es jetzt Anfang Dezember noch unmöglich, das Wetter an Heiligabend vorauszusagen. Doch um die Wartezeit zu verkürzen, hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in ihre Aufzeichnungen geschaut und eine sogenannte „Weiße Weihnachtstatistik“ veröffentlicht.

Chance auf weiße Weihnachten hat sich halbiert

In den tieferen Regionen kommt Schnee zu Weihnachten nicht allzu oft vor, Tendenz sinkend. Die Wahrscheinlichkeit, weiße Weihnachten feiern zu können, hat sich seit den 80ern halbiert. So lag im Zeitraum von 1951 bis 1980 in den Landeshauptstädten noch doppelt so oft eine geschlossene Schneedecke am 24. Dezember wie in den darauffolgenden Jahrzehnten.

Weihnachtsschnee in den Landeshauptstädten

Für die letzten 30 Jahre gilt: Statistisch gesehen gibt es in Wien, Eisenstadt, St. Pölten und Linz nur jedes fünfte Jahr am 24. Dezember eine geschlossene Schneedecke. Bregenz, Salzburg, Graz und Klagenfurt sind durchschnittlich jedes dritte Jahr weiß. Am besten stehen die Chancen in Innsbruck, hier liegt statistisch gesehen jedes zweite Jahr am 24. Dezember Schnee.

In den fast durchwegs sehr milden 2000er-Jahren sind weiße Weihnachtsabende aber nochmals deutlich seltener geworden und die meisten Landeshauptstädte verzeichneten die jeweils längste Serie an schneelosen 24. Dezember-Tagen. So erlebt St. Pölten seit 2008 schon elf Jahre in Serie grüne Weihnachten, in Bregenz, Salzburg, Linz, Graz, Klagenfurt sind es seit 2011 mittlerweile acht Jahre ohne Schnee zu Weihnachten. In Wien und Eisenstadt gab es zuletzt 2012 eine dünne Schneedecke am 24. Dezember und in Innsbruck 2017.

Grund: Natürliche Schwankungen und Klimaerwärmung

Für den fehlenden Schnee werden zwei Gründe vermutet. Neben der Klimaerwärmung waren die 60er Jahre schneetechnisch eine Besonderheit: Es gab in dem Jahrzehnt relativ viele kalte Winter. Von 1961 bis 1965 war Österreich zu Weihnachten fast jedes Jahr flächendeckend weiß. In Klagenfurt lag sogar von 1961 bis 1971 jedes Jahr am 24. Dezember Schnee. Aber abgesehen von dieser sehr kalten Periode spielt die gesamte Klimaerwärmung der letzten Jahrzehnte in Österreich eine große Rolle. Wobei die Erwärmung in den Dezember-Monaten weniger deutlich war als zum Beispiel in den November-Monaten.

Wärmerekord: knapp 20 Grad

Häufiger als Weihnachten mit Schnee ist in den tiefen Lagen Österreichs ein Weihnachtstauwetter, wenn aus dem Westen oder Südwesten milde Luft nach Mitteleuropa strömt. Im Extremfall erleben wir zu Weihnachten sogar knapp 20 Grad Celsius. Den weihnachtlichen Wärmerekord hält Salzburg mit 19,1 Grad Celsius am 25. Dezember 2013.

Kälterekord: knapp -30 Grad

Das Weihnachtsfest der Kälterekorde erlebte Österreich im Jahr 1962. Damals lag die Höchsttemperatur am Tag des 25. Dezember in Vils (Tirol, Bezirk Reutte) bei -19,8 Grad Celsius. In Kitzbühel lag die Tiefsttemperatur in der Nacht von 24. auf 25. Dezember 1962 bei -27,9 Grad Celsius.

Mehr Infos auf der ZAMG Website: https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/news/statistisches-zum-thema-201eweisse-weihnachten201c