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Spatenstich Hochwasserschutz –Rückhaltebecken Fahrafeld

Mehr Schutz vor Hochwasser für Gemeinden im Triestingtal.

Katastrophale Hochwässer im Triestingtal in den Jahren 1991, 1997 und zuletzt 2002 haben dazu geführt, dass ein sehr großes Hochwasserschutzprojekt ausführlich geplant und jetzt umgesetzt wird. Herzstück des Projektes ist ein Rückhaltebecken, das in Kombination mit linearen Maßnahmen entlang der Bachläufe zur gesicherten Ableitung der Hochwässer beitragen soll. „Der Schutz der Bevölkerung vor Naturgefahren bleibt trotz vieler aktueller Herausforderungen prominent auf meiner politischen Agenda. Eines ist klar: Ohne umfassenden Hochwasserschutz wären Österreichs Flusstäler in weiten Teilen unbewohnbar. Jährlich werden in Niederösterreich rund 100 Hochwasserschutz-Projekte umgesetzt und dafür finanziert das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus einen Großteil mit rund 20 Millionen Euro. Auch für das Rückhaltebecken Fahrafeld nehmen wir in den nächsten Jahren rund 21 Millionen Euro in die Hand, um die Bevölkerung von acht Gemeinden im Triestingtal von Pottenstein bis Tattendorf besser vor Hochwasser zu schützen. Damit verbunden ist ein gerade jetzt sehr wichtiger Wirtschaftsimpuls für diese Region“, erläutert Bundesministerin Elisabeth Köstinger anlässlich des Spatenstichs.


Hochwasserschutz für acht Gemeinden im Triestingtal

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat gemeinsam mit der Abteilung Wasserbau der NÖ Landesregierung, der Wildbach- und Lawinenverbauung unter Einbindung von externen Expertinnen und Experten und Institutionen ein Gesamtkonzept für das Einzugsgebiet der Triesting erarbeitet. Mit dem Spatenstich am 22. Juni 2020 mit Bundesministerin Elisabeth Köstinger und Landeshauptfrau Stv. Stephan Pernkopf und zahlreichen Festgästen wird mit der Errichtung des Hochwasserrückhaltebeckens Fahrafeld in der Marktgemeinde Pottenstein an der Triesting, offiziell begonnen. Die Gemeinden Pottenstein, Berndorf, Hirtenberg, Leobersdorf, Schönau a.d. Triesting, Günselsdorf, Teesdorf und Tattendorf werden durch das Rückhaltebecken besser vor Hochwasser geschützt. Umgesetzt wird das Projekt, das 2023 abgeschlossen sein soll, vom Triesting Wasserverband.

Das Hochwasserschutzprojekt wird in 3 Bauabschnitten umgesetzt. Bereits 2019 wurde mit dem 1. Bauabschnitt mit Detailplanung, Vorarbeiten, Leitungsverlegungen, Grundeinlöse und Zufahrtsbrücke begonnen. Bis 2021 soll dieser Bauabschnitt abgeschlossen sein. Im 2. und 3. Bauabschnitt erfolgt die Errichtung des Hochwasserrückhaltebeckens. Bis 2023 soll das Hochwasserschutzprojekt fertig gestellt sein. Für das Gesamtprojekt entstehen Kosten in der Höhe von rund 43 Millionen Euro, die Hälfte davon – also 21,5 Millionen Euro wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus übernommen. Das Triestingtal soll damit vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis der Triesting weitgehend geschützt werden.