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Start der Öffentlichkeitsbeteiligung für Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) erstellt alle 6 Jahre einen Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan. Dieser ist die Grundlage für die Bewirtschaftung der heimischen Gewässer. Der aktuelle Gewässerplan soll im September finalisiert werden, dazu startet das BMLRT nun einen breiten Beteiligungsprozess. Ziele und Maßnahmen sollen in den kommenden 6 Monaten mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden. Bei der Online-Auftaktveranstaltung am Weltwassertag (22. März) wurden die Schwerpunkte des Entwurfs des 3. Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans präsentiert. Dabei kamen auch Stakeholder zu Wort, die ihre Erwartungen an den NGP darlegen.

Die Eröffnung erfolgte per Videobotschaft durch Ministerin Elisabeth Köstinger:

 

 

Schutz der Ressource Wasser

Grundwasser und Quellwasser versorgen in Österreich je zur Hälfte die Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser. Eine entsprechend hohe Bedeutung hat der Schutz des Grundwassers vor Verunreinigungen jeglicher Art. Im Großteil Österreichs ist die Grundwasserqualität gut, nur noch bei etwa 8% der Grundwassermessstellen – überwiegend in den Trockengebieten Ostösterreichs - sind erhöhte Nitratkonzentrationen festzustellen. „Was­ser ist die kost­bars­te Res­sour­ce die wir haben. Wie wich­tig die Si­che­rung dieser ist, haben uns die trockenen Sommer in den letzten Jahren vor Augen ge­führt“, be­tont Mi­nis­te­rin Eli­sa­beth Kös­tin­ger.


Lebensraum Gewässer stetig verbessern

Die Tiere und Pflanzen in unseren Gewässern sind essentiell für ein funktionierendes Ökosystem. Seit dem ersten Bewirtschaftungsplan wurden an 400 Gewässerabschnitten Flüsse renaturiert und 1.900 Fischaufstiegshilfen errichtet. Die Reinigungsleistung von Kläranlagen wurde ausgebaut und mit dem Agrarumweltprogramm wurde eine grundwasserschonende landwirtschaftliche Bewirtschaftung gefördert.

In den kommenden Jahren werden weitere Fischaufstiegshilfen errichtet, Absturzbauwerke zu Rampen umgebaut und Restwassermengen erhöht. Gemeinsam mit den Bundesländern wurden Gewässerabschnitte mit einer Gesamtlänge von ca. 770 km definiert, an denen in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig Gewässerrenaturierungen geplant und umgesetzt werden sollen. Für diese Ökologisierung unserer Flüsse stellt das BMLRT 200 Mio. Euro an neuen Förderungen für Gemeinden, Wasserverbände und Unternehmen zur Verfügung. „Die heimischen Seen, Flüsse und Auen prägen Österreichs Landschaften und sind Lebensraum für Tiere wie Pflanzen und wichtige Erholungsgebiete für uns Menschen“, so Köstinger.

Der Entwurf liegt bis 23. September zur Stellungnahme auf, weitere Information zur Öffentlichkeitsbeteiligung finden sich unter www.wisa.bmlrt.gv.at