99,6 Prozent der österreichischen Badestellen erfüllen die EU-Vorgaben. Österreich belegt damit erneut Platz vier im europäischen Ranking der Badewasserqualität.
Österreichs Badegewässer zählen weiterhin zu den saubersten Europas. Das bestätigt der aktuelle Bericht der Europäischen Kommission zur Qualität der Badegewässer im Jahr 2025. Von den insgesamt 260 untersuchten Badestellen wurden 251 – das entspricht 96,5 Prozent – mit der Bestnote „ausgezeichnet“ bewertet. Sieben Badestellen erhielten die Einstufung „gut“, eine Stelle wurde als „ausreichend“ klassifiziert und lediglich eine Badestelle wies eine mangelhafte Wasserqualität auf.
Damit erfüllen 259 von 260 untersuchten Badestellen beziehungsweise 99,6 Prozent die strengen Qualitätsanforderungen der Europäischen Union.
„Österreich zählt erneut zu den Ländern mit der besten Badewasserqualität Europas. Gerade zu Beginn der Badesaison ist das ein starkes Signal“, betont Umweltminister Norbert Totschnig. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis konsequenter Investitionen in den Gewässerschutz sowie in eine leistungsfähige Wasserinfrastruktur. Unsere Seen und Flüsse stehen für hohe Lebensqualität, sauberes Wasser und unbeschwertes Badevergnügen.“
Auch Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig unterstreicht die Bedeutung sauberer Gewässer für die Bevölkerung: „Wasser gehört allen Menschen in Österreich – und unsere Seen und Flüsse sind ein Stück Lebensqualität, das wir gemeinsam schützen müssen. Umso erfreulicher ist es, dass die Menschen in Österreich auf einige der saubersten Badegewässer Europas vertrauen können.“
Österreich auf Platz vier in Europa
Im europäischen Vergleich behauptet Österreich erneut einen Spitzenplatz. Mit einem Anteil von 96,5 Prozent „ausgezeichneter“ Badestellen liegt Österreich – wie bereits im Vorjahr – auf Rang vier unter den 29 untersuchten Ländern. Berücksichtigt wurden die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Albanien und die Schweiz.
Angeführt wird das Ranking von Zypern mit 100 Prozent ausgezeichneten Badestellen, gefolgt von Griechenland (97,1 Prozent) und Bulgarien (96,9 Prozent). Europaweit wurden im Jahr 2025 insgesamt 22.288 Badegewässer untersucht.
„Gerade für das Tourismusland Österreich ist dieses Ergebnis ein starkes Signal zu Beginn der Badesaison“, so Totschnig. „Saubere Gewässer sind nicht nur wichtig für Erholung und Tourismus, sondern auch eine zentrale Voraussetzung für den Schutz der Biodiversität.“
260 Badestellen in ganz Österreich untersucht
Die geprüften Badegewässer verteilen sich auf alle österreichischen Bundesländer:
- Burgenland: 20 Badestellen
- Kärnten: 32 Badestellen
- Niederösterreich: 28 Badestellen
- Oberösterreich: 43 Badestellen
- Salzburg: 37 Badestellen
- Steiermark: 32 Badestellen
- Tirol: 35 Badestellen
- Vorarlberg: 16 Badestellen
- Wien: 17 Badestellen
Die Anzahl und Verteilung der untersuchten Badestellen entspricht jener des Vorjahres. Die meisten Messstellen befinden sich am Bodensee in Vorarlberg mit zehn untersuchten Badestellen. Es folgen die Neue Donau in Wien mit neun sowie die Alte Donau, der Neusiedler See und der Attersee mit jeweils sieben Messstellen.
Badewasserqualität und ökologischer Zustand unterscheiden sich
Die Einstufung der Badewasserqualität sagt jedoch nicht automatisch etwas über den ökologischen Zustand eines Gewässers aus. Während die Badewasserqualität vor allem die hygienische Eignung zum Baden bewertet, misst der ökologische Zustand die Abweichung eines Gewässerökosystems von seinem natürlichen Zustand.
Ein Beispiel dafür ist der Wörthersee: Trotz ausgezeichneter Badewasserqualität wird sein ökologischer Zustand derzeit als „mäßig“ eingestuft. Ursachen dafür sind unter anderem ein steigender Nutzungsdruck sowie die Auswirkungen des Klimawandels, etwa durch höhere Wassertemperaturen.
Seendialog Wörthersee als Modell für nachhaltige Gewässerentwicklung
Um ökologische Anforderungen und vielfältige Nutzungsinteressen besser miteinander in Einklang zu bringen, wurde vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft gemeinsam mit dem Land Kärnten der „Seendialog Wörthersee“ ins Leben gerufen.
Die Plattform bringt unterschiedliche Interessensgruppen zusammen, um gemeinsam nachhaltige und langfristig tragfähige Maßnahmen für die Zukunft des Sees zu entwickeln. Ziel ist es, den Schutz des Ökosystems mit den Bedürfnissen von Tourismus, Freizeitnutzung und regionaler Entwicklung zu verbinden.
Die aktuellen Ergebnisse zeigen einmal mehr: Österreichs Gewässer bieten nicht nur hohe Wasserqualität und sichere Badebedingungen, sondern verdeutlichen auch die Bedeutung eines langfristigen und nachhaltigen Gewässermanagements für kommende Generationen.
Badegewässer APP
Appstore: Austrian bathing waters on the App Store (apple.com)
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