Der Schlammpeitzger steht als Fisch des Jahres 2026 fest. Er führt ein verstecktes Leben und ist fast nur nachts aktiv. Mit einer Länge von bis zu 30 Zentimetern ist er der größte Vertreter der heimischen Schmerlen. Sein schlangenförmiger Körper ist bräunlich-orange gefärbt und trägt dunkle Längsstreifen. Besonders markant sind die zehn Barteln rund um sein Maul, mit denen er im Schlamm nach Nahrung sucht.

Lebensraum und Gefährdung

Doch sein Lebensraum – schlammige Tümpel und ruhige Flussarme – schwindet rasant, da bereits drei Viertel unserer Auen verloren gegangen sind. Weil natürliche Überschwemmungen heute oft durch Dämme verhindert werden, füllen sich die verbliebenen Gewässer mit der Zeit mit Erde und Pflanzen, bis sie schließlich austrocknen. Hitze und Dürre durch den Klimawandel verschärfen diese Notlage zusätzlich. Zwar wird der Fisch aufgrund neuerer Daten heute als „stark gefährdet“ statt „vom Aussterben bedroht“ geführt, doch sein tatsächlicher Zustand ist weiterhin schlecht. Da er als sogenannte Schirm-Art gilt, schützt der Erhalt seiner Lebensräume gleichzeitig viele andere seltene Tiere und Pflanzen.

 

Foto: Clemens Ratschan

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