Auch in trockenen Zeiten ist die Wasserversorgung in Österreich sicher. Das gelingt durch eine gute Infrastruktur, vorausschauende Planung und gezielte Investitionen. Die aktuelle Situation zeigt, wie wichtig ein bewusster Umgang mit Wasser und gute Vorsorge sind. Hier haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Lage und zur Versorgungssicherheit zusammengestellt.
Nach einem trockenen Winter 2025/2026 ist auch das bisherige Frühjahr 2026 deutlich zu trocken verlaufen. In vielen Regionen gab es nur geringe Niederschläge, die Schneemengen waren unterdurchschnittlich. Österreichweit zeigt sich beim Wasserhaushalt eine angespannte, aber gut beherrschbare Situation mit regionalen Unterschieden. Die Sicherstellung der Wasserversorgung ist Teil der Daseinsvorsorge und hat daher oberste Priorität. Aktuelle Monatsberichte zum Wasserhaushalt finden Sie hier: Wasserbilanz Österreich
Österreich ist bei der Wasserversorgung gut aufgestellt. Eine flächendeckende Wasserknappheit ist derzeit nicht zu erwarten. Gleichzeitig zeigt sich, dass es regional und zeitlich zu Engpässen kommen kann. Entscheidend ist daher, die Versorgungssicherheit durch Vorsorge und einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser langfristig abzusichern.
Wasser ist in Österreich ausreichend vorhanden, aber nicht unbegrenzt zur gleichen Zeit am gleichen Ort verfügbar. Wenn in Trockenphasen viele Menschen gleichzeitig große Wassermengen nutzen, kann die lokale Infrastruktur an ihre Grenzen stoßen. Eine vorausschauende Steuerung des Verbrauchs ist daher ein wichtiger Bestandteil der Krisenvorsorge
Österreich verfügt über eine sehr gut ausgebaute und sichere Trinkwasserversorgung:
• Rund 92 % der Bevölkerung werden über öffentliche Anlagen versorgt
• Rund 5.500 Wasserversorger sichern die Versorgung
• Die Versorgung erfolgt zu 100% aus Grund- und Quellwasser
Mehr Informationen finden Sie hier: Unser Trinkwasser
Der Klimawandel führt zu häufigeren Trockenperioden und gleichzeitig grundsätzlich zu häufigeren Extremwetterereignissen. Diese Entwicklungen erhöhen die Anforderungen an die Wasserwirtschaft. Um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten, werden Maßnahmen zur Anpassung und Krisenvorsorge laufend weiterentwickelt. Dazu läuft aktuell eine österreichweite Studie, welche die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt untersucht: Wasser im Klimawandel
Maßnahmen werden regional entschieden. Gemeinden können bei Bedarf Einschränkungen festlegen, etwa bei der Gartenbewässerung oder bei Poolbefüllungen. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten und Engpässe zu vermeiden. Informieren Sie sich deshalb vorab bei Ihrer Gemeinde!
Die unmittelbare Verantwortung liegt bei den Betreibern der Wasserversorgungsanlagen. Das sind in Österreich Gemeinden und Wasserverbände. Wenn eine Maßnahme über das Gebiet einer einzelnen Gemeinde hinausgeht, liegt die Entscheidungsgewalt im Bundesland, konkret: bei der Bezirksverwaltungsbehörde. Der Bund erstellt den strategischen Trinkwassersicherungsplan und gibt damit den Rahmen für das Risikomanagement vor. Dieses abgestimmte System ist ein wesentlicher Bestandteil der Krisenvorsorge und trägt zur Sicherheit für Österreich bei.
Ja. Mit dem Trinkwassersicherungsplan verfügt Österreich über ein abgestuftes System für den Umgang mit Wasserknappheit. Von Sparappellen bis hin zu koordinierten Maßnahmen stellt dieser Plan sicher, dass die Versorgung der Bevölkerung als Teil der Daseinsvorsorge jederzeit gewährleistet bleibt.
Österreich investiert konsequent in die Wasserversorgung als Teil der Daseinsvorsorge. Allein im Jahr 2025 wurden Investitionen von rund 898 Mio. Euro in der Siedlungswasserwirtschaft ausgelöst. Dabei wurden unter anderem 330 km Wasserleitungen neu errichtet und 376 km Wasserleitungen saniert. Mehr Informationen finden Sie im Bericht zu den Umweltinvestitionen des Bundes: Klima- und Umweltschutzmaßnahmen 2025
Zur weiteren Absicherung der Versorgungssicherheit werden laufend Maßnahmen in der Wasserinfrastruktur umgesetzt.
Allein im Jahr 2025 wurden im Rahmen der Siedlungswasserwirtschaft unter anderem 81 neue Wassergewinnungsanlagen (Brunnen und Quellen) errichtet sowie zusätzliche 12.760 m³ Speichervolumen bei Wasserbehältern geschaffen. Mehr Informationen finden Sie im Bericht zu den Umweltinvestitionen des Bundes: Klima- und Umweltschutzmaßnahmen 2025
Österreich verfügt über ein dichtes Monitoring-Netz für Wasserressourcen. Durch die Kombination von Messdaten und Prognosen können mögliche Engpässe frühzeitig erkannt und Maßnahmen im Sinne der Krisenvorsorge rechtzeitig gesetzt werden. Zugang zu den hydrographischen Daten Österreichs finden Sie auf der Plattform eHYD oder hier: Wasserinformationssystem (WISA)
Ein bewusster Umgang mit Wasser ist ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit. Gerade in Trockenphasen hilft es, Verbrauchsspitzen zu vermeiden und die Systeme zu entlasten. Damit leistet jede und jeder einen Beitrag zur Sicherheit für Österreich: Diese Tipps helfen beim Wassersparen
Eine leistungsfähige Infrastruktur ist die Grundlage für eine sichere Wasserversorgung. In Österreich ist bereits rund ein Drittel der Trinkwasserleitungen – etwa 26.000 km – älter als 50 Jahre und muss schrittweise saniert werden. Gerade im Hinblick auf zunehmende Trockenperioden ist es entscheidend, diese Infrastruktur zu modernisieren, um die Versorgungssicherheit zu stärken und die Sicherheit für Österreich langfristig zu gewährleisten. Mehr Informationen finden Sie im Bericht zu den Umweltinvestitionen des Bundes: Klima- und Umweltschutzmaßnahmen 2025